Umwelteinflüsse durch textile Bodenbeläge

 

Ökologische Verbesserungspotenziale sollten auch bei  textilen Bodenbelägen wo möglich genutzt werden. Doch wie wird der ökologische Fussabdruck eines Menschen beeinflusst, wenn er einen textilen Bodenbelag wie z. B. Kugelgarn® nutzt?

 

Als wichtiges Kriterium dient der Energieverbrauch (erneuerbare oder nicht erneuerbare Energiequellen). Die GuT (Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden) geht von der Annahme aus, dass ein Mensch durchschnittlich 40 m2 textilen Bodenbelag mit einer Lebensdauer von 25 Jahren nutzt.

Mit dieser Nutzung verbraucht er/sie jährlich 692 MJ an Primärenergie. Über die Lebenszyklen Herstellung, Auslieferung/Verlegung, Nutzung und Entsorgung/Verwertung des textilen Belags betrachtet verlangt dessen Herstellung 85% und die Nutzung 25% des Energieverbrauches.

Die Entsorgung trägt indessen mit ca. 13% wieder positiv zur Energiebilanz bei. Wie verhält es sich mit den übrigen zivilisatorischen Errungenschaften, die ein durchschnittlicher Mensch in unseren hochindustrialisierten Gesellschaften tagtäglich nutzt? Vergleichszahlen zum Primärenergieverbrauch gibt Tabelle 1.

Aus diesen ist ersichtlich, dass der Bodenbelag einen nur geringen Beitrag zum täglichen Energieverbrauch leistet. An erster Stelle stehen die individuelle Mobilität, sprich Berufs- und Freizeitverkehr.

 

Primärenergieverbrauch eines Menschen

 

Tätigkeit

Energieverbrauch in MJ

Haushalt total

33’916

Raumwärme

23’897

Mensch Verkehr pendeln

8’993

Mensch Verkehr Freizeit

14’388

Mensch Verkehr einkaufen

3’597

Nutzung tex. Bodenbelag

692

 

Quellen: Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden-GuT,
www.umwelt-schweiz.ch/energie

 

Textile Bodenbeläge verringern den Heizbedarf

Bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass der Einsatz textiler Bodenbeläge wegen des subjektiv grösseren Wärmegefühls eine Senkung der Raumtemperatur ermöglicht. Gemäss ETG (Europäische Teppichgemeinschaft) ist beim Teppich eine um 2°C niedrigere Raumtemperatur möglich als bei harten oder elastischen Belägen. Die Senkung der Raumtemperatur um 1°C spart ca. 6% Heizkosten. Die Senkung um 2°C würde also 12% Heizkosten oder pro Jahr und Mensch 0.12 * 23 897 MJ = 2 868 MJ einsparen. Dies bedeutet, dass auch bei geringerer Senkung der Raumtemperatur die energetische Negativbilanz des textilen Bodenbelags zu einer Positivbilanz wird!

 

Optimierung der Prozesse bei Fabromont

Zur Verbesserung des ökologischen Fussabdruckes trägt der Verbraucher mit seiner Bereitschaft, für ökologische Qualität einen Preis zu zahlen, ebenso bei wie der Hersteller, der von sich aus die Initiative zu Produkt- und Prozessverbesserungen ergreift.

Bei Fabromont haben wir uns schon seit Anbeginn einer möglichst umweltgerechten Herstellung und Produktzusammensetzung verpflichtet. 

 

Rohstoffe 

Für Kugelgarn® werden ausschliesslich spinndüsengefärbte Fasern verwendet, ohne Schwermetalle, ohne Wasserverbrauch zum Färben. Es werden keinerlei Halogene eingesetzt und mit speziell emissionsarmem Binder beschichtet. 

 

Abfälle 

Es entstehen kaum feste Produktionsabfälle, die entsorgt werden müssen. Die Abfälle können in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt werden unter Rückgewinnung thermischer

Energie (Fernwärme). In der Produktion entstehen keine flüssigen Abfälle. Beschichtungsrezepturen werden ohne Reserve kontinuierlich angesetzt und passen aufs Kilo genau. 

 

Abluft 

Durch die emissionsarmen Binder entsteht auch während der Trocknung keine Abluftbelastung. 

 

Chemierisiken 

Es werden keine Rohstoffe eingesetzt oder gelagert, die bei einem Störfall durch Auslaufen zu beträchtlichen Umweltschäden führen könnten. 

 

Transporte

Alle Rohstoffe stammen aus europäischer Herkunft und aus kontrollierten, zertifizierten Qualitätsprodukten. Daher entstehen keine langen Transportwege für die Rohstoffe. Dasselbe gilt für unsere Abnehmer, welche sich alle im westeuropäischen Raum befinden.

Fabromont beschränkt sich auf wenige Lieferanten von Rohstoffen. Somit werden Transportkapazitäten immer optimal ausgenutzt und Leerfahrten vermieden. Wenn irgendwie möglich, werden Rohstoffe ganz auf der Schiene befördert oder im kombinierten Verkehr. 

 

Entsorgung

Muss der Kugelgarn®-Belag nach langer Lebensdauer entsorgt werden, so geschieht dies in der Kehrichtverbrennungsanlage

unter Energierückgewinnung. Kugelgarn®  gilt von der Materialzusammensetzung als «unschädlich vernichtbar» gem. Schweizerischer Stoffverordnung. In den 90er-Jahren führten wir umfangreiche Studien und Ver suche für das Recycling durch. Das Ergebnis zeigte, dass alle Methoden werkstoffl ichen Recyceln gegenüber der umweltgerechten Verbrennung eine negative Öko bilanz aufweisen würden. 

 

Zusammengefasst 

Durch die sorgfältige Wahl unserer Rohstoffe und Lieferanten werden die nega tiven Auswirkungen bezüglich Luft, Wasser, Chemierisiken und Entsorgung minimiert. 

Fabromont unterliegt mit ihren Kugelgarn®-Produkten der Kontrolle von GuT (Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden) und der Behörden (Kantonales Amt für Umweltschutz, Deutsches Institut für Bautechnik) und hält die gesetzlichen und übergesetzlichen freiwilligen Vorgaben jederzeit ein. 

Der «ökologische Fussabdruck» von Kugelgarn® ist verhältnismässig gering. Die hohe Nutzungsdauer ist ein positiver Faktor, ebenso die energiearme und chemiefreie Reinigung und Pflege.  

Energetisch betrachtet hat textiler Bodenbelag sogar eine positive Bilanz (niedrigere Raumtemperatur möglich).

 

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Fabromont AG, Industriestrasse 10, CH-3185 Schmitten, Tel. +41 26 497 88 11, Fax +41 26 497 88 66  •  Sitemap